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Hier schreibt Karsten Toppka
über seine Erfahrungen als Imker seit Juni 2009 bis Oktober 2010. Chronologisch beginnt der Bericht unten... Damit bekommt man einen guten Eindruck, was in der Imkerei so zu tun ist.
September - Oktober 2010
Die Behandlung mit 200 ml Ameisensäure je Volk erfolgte am 13. September. Die Verdunstung verlief nicht bei allen Völkern
gleichmäßig. Die schwächeren Völker waren sehr schnell fertig. Volk 9 nach 8 Tagen. Während bei Volk 8 kaum ausreichende Verdunstungsmengen erzielt werden konnten. Obwohl ich dort die Dochtfläche
erweitert habe und nach 6 Tagen eine andere Flasche eingesetzt habe (es konnte ja auch der Flasche liegen), war hier die Verdunstungsmenge nach 14 Tagen erst bei insgesamt 120 ml. Volk 8 ist eines meiner
Stärksten. Bei den anderen Völkern war die gesamte Menge an Ameisensäure nach 11 – 14 Tagen vollständig verdunstet. Die Anzahl der gefallenen Varronen hielt sich in Grenzen und lag meistens
bei ca. 50 Stück. Dieses Jahr gab es keine Überraschungen.
Bienen stechen – oh ja.
Die Palette auf der das Volk 4 steht hängt in der Mitte ein wenig durch. Dies führt dazu, dass die Beuten dort schräg stehen. Dies
wollte ich mal eben ändern. Ich hatte zwar Vollschutz an. Kopfschutz, weiße Jacke, Handschuhe (Baumarkt), dies reichte aber wohl nicht. Ich hob also beide Völker zur Seite, korrigierte mit Steinen die
Höhe der Palette und setzte die Völker zurück. Na ja fast. Bei Volk 4 blieb ich mit dem Boden an der Palette hängen und dieser verabschiedete sich aus dem Gesamtaufbau. Er fiel runter. Und die Bienen
kamen raus. Während ich diverse Stiche erhielt, baute ich die Beute noch schnell wieder zusammen. Die Bienen verfolgten mich auch bis in den Keller und attackierten mich weiter. Die Stiche erfolgten
ausschließlich in Hände und Füße. Bei den Händen durch die dunkle Stoffoberseite und bei den Füßen durch die schwarzen Socken. Dunkel ist echt nicht gut. Am Ende hatte ich 11 Stiche und dicke Füße und
Hände. Einen Stich stecke ich ja inzwischen gut weg, aber elf. Jetzt habe ich Imkerhandschuhe und einen Overall. Alles ist jetzt dicht.
Mäusegitter
Die Nachttemperaturen sinken Mitte Oktober bereits so kräftig, dass Mäuse in die Beuten eindringen könnten. Daher werden die
Mäusegitter mit Pinnwandnadeln angebracht. Dies geschah am 11.Oktober. An einem warmen Oktobertag mit reichlich Bienenflug. Somit kann ausgeschlossen werden, dass sich bereits Mäuse im Bienenstock
eingenistet haben.
Die Schaumstoffstreifen zum Verengen der Fluglöcher bleiben bei allen Völkern drinnen.
Und werden von mir erst bei der Winterbehandlung mit Oxalsäure entnommen. Bei mehreren Völkern sind immer noch Drohnen vorhanden.
Durch die Klopfprobe konnte die Weiselrichtigkeit bestätigt werden. Nehmen die Bienen die Drohnen mit in den Winter ist eine stille Umweiselung im zeitigen Frühjahr wahrscheinlich.
Futterkranzproben
Es werden im Imkerverein Dinslaken jedes Jahr Futterkranzproben bei verschiedenen Imkern genommen. Hiermit erfolgt die Untersuchung
auf die bösartige amerikanische Faulbrut. Eine meldepflichtige und für Bienen sehr ansteckende Krankheit. Mit einem negativen Untersuchungsergebnis kann dann z.B. ein Gesundheitszeugnis beantragt werden.
Mit diesem ist das Wandern mit Bienen auch in andere Landkreise möglich. Dieses Jahr war ich das erste Mal dran. Hierzu wurden Mitte Oktober von mir und unserem Bienensachverständigen Willi Kretschmer
sechs meiner zehn Völker geöffnet und von Willi jeweils ein Esslöffel Futter in brutnestnähe entnommen. Hieraus wurde eine Sammelprobe erstellt. Das Ergebnis aus Mayen erhalte ich hoffentlich
kurzfristig. Die ganze Aktion hat keine 30 Minuten gedauert. Sollte das Ergebnis positiv sein, müsste im Frühjahr das Volk vom Futter, im schlimmsten Fall vom gesamten Wabenwerk getrennt werden. Ich bin
da aber sehr optimistisch.
Volk 9 ist weiterhin sehr schwach. Normalerweise müsste das Volk mit einem anderen vereinigt werden, aber zum Sammeln von Erfahrung,
bleibt es wie es ist. Und wird hoffentlich den Winter überleben.
Somit werde ich dieses Jahr 10 Völker einwintern.
Das Bienenjahr ist um. Es erfolgt nur noch die Winterbehandlung im Dezember. Und der Spaß beginnt von Neuem. Es hat zeigte sich, dass
mehrere Bienenvölker sehr sinnvoll sind.
So konnten große Unterschiede in der Volksentwicklung genau beobachtet werden. Aber auch das Austauschen von Königinnen oder Brut ist
nur mit mehreren Völkern möglich. Einiges lief wie geplant, einiges nicht. Ich werde versuchen in den nächsten Jahren die Betriebsweise für meine Bienen und mich zu verbessern.
Ich hoffe meine ersten Imkerschritte können dem einen oder anderen weiterhelfen. Ich wünsche allen immer gut gefüllte Honigtöpfe.
Karsten Toppka
August 2010
Meinem Schwarm (Volk 10) entwickelte sich prächtig. Die Nachzuchtkönigin ging Ende Juni in Eiablage und baute ein starkes Volk auf.
Das Brutnest war tadellos und die Friedfertigkeit ok. Das sah bei Volk 2 leider ganz anders aus. Hier ging die Nachzucht über Nachschaffungszellen schief. Eine mögliche Königin ging nicht in
Eiablage. Die Klopfprobe bestätigte durch lautes und anhaltendes Brummen die Weisellosigkeit. Jetzt noch selber nachziehen? Dauert noch mal 4 Wochen. Viel zu lang für dieses inzwischen sehr schwache
Volk. Also nahm ich die Königin aus Volk 10 und setzte diese in einem Iltis-Käfig dem Volk 2 zu. Diese nahmen dies auch sehr gerne an und baute das Volk bis in den September wieder auf.
Jetzt fehlte mir eine Königin in Volk 10. Die besorgte ich mir bei Werner Gerdes aus Havixbeck. Eine schöne standbegattete
Buckfastkönigin. Und wie die brütet. Mitte Oktober findet sich noch ordentlich Brut.
Der Sommerhonig wurde, wie der Frühjahrsblütenhonig, im Hobbock cremig gerührt. Hierzu gab ich zwei Gläser cremigen Frühjahrshonig
dazu und rührte wie gehabt zweimal täglich für drei Minuten. Es dauerte erheblich länger als beim ersten Honig, bis sich der perlmutartige Glanz einstellte. Nach ca. zwei Wochen rühren, war es soweit und
ich konnte in die Gläser abfüllen. Im nach hinein hätte ich noch länger rühren sollen, denn die Kristallstruktur ist noch etwas zu grobkörnig. Nächstes Jahr klappt es bestimmt noch besser.
Drei der Gläser Sommertrachthonig wurden zum D.I.B. zur Prämierung geschickt. Naja, gemessener Wassergehalt ca. 17% und etwas gröbere
Kristallstruktur werden sicherlich nicht zu einem der oberen Plätze führen. Das muss im ersten Jahr auch nicht sein. Wo bleibt, denn dann das Verbesserungspotential. Gold im nächsten Jahr, das reicht
doch schon. *zwinker*
Ende August erfolgt die erste Ameisensäurebehandlung der Ableger. Die Wirtschaftsvölker erhielten ihre erste Behandlung ja bereits im
Juli. Die inzwischen auf zwei Zargen gewachsenen Ableger erhielten 100 ml Ameisensäure für die Dauer von drei Tagen. Die Anzahl der gefallen Varronen kontrolliere ich hierbei nicht. Es erfolgt auf jeden
Fall eine weitere Behandlung mit Auszählen im September.
Unmittelbar nach Beendigung der AS-Behandlung erfolgt die Winterauffütterung. Die Fluglöcher werden durch Schaumstoff bei allen
Völkern auf 5 cm verengt. Die Ableger haben diese Breite inzwischen sowieso. Jedes Volk erhält 10 Liter d.h. 14 kg Sirup. Die Wirtschaftsvölker haben ja noch ordentliche Futterreserven und die Ableger
sind fett aufgefüttert. Innerhalb von 14 Tagen waren alle Kisten leer.
Juli 2010
Bei den Ablegern läuft es ganz gut. Wöchentliche erfolgt hier die Fütterung bei den Einzargern mit 1 Liter und bei den Zweizargern
mit 2 Liter Zuckersirup 3:2. Zwischen Anfang bis Mitte Juli konnte ich bei allen Völkern die zweite Zarge aufsetzen. Mit Mittelwänden wird immer nur nach Bedarf erweitert, damit diese auch vollständig
ausgebaut werden. Dazu werden die Mittelwände zwischen Brutnest und Futterwabe eingeschoben.
Ende Juli begann die Ernte des Sommertrachthonigs, die sich als äußerst mager herausstellte. Die Brutnester waren weiterhin stark
verhonigt. Alle Bemühungen durch Einhängen von Leerwänden die Bienen zu bewegen in die Honigräume zu gehen halfen nicht wirklich. Durch die verhonigten Bruträume konnten die Königinnen nicht
ausreichend legen. Die Volksanzahl ging bei allen Wirtschaftsvölkern erheblich zurück.
Für die Ernte wurden meine selbstgebauten Bienenfluchten eingelegt. Und sie funktionierten prima. Innerhalb von 24 Std. waren nur
noch ein paar Bienen in den Honigräumen. Diese flogen sich dann auch schnell ab. Obwohl die Honigmenge sehr bescheiden ausfiel, habe ich nur die Honigräume abgeerntet. Muss ich halt weniger Winterfutter
einfüttern. Keine bebrüteten Waben. Diese Regel werde ich auch in schlechten Jahren beherzigen. Qualität hat halt ihren Preis. Nächstes Jahr wird alles besser. Hoffe ich. Es muss einfach. Ich habe
jetzt schließlich eine gebrauchte Schleuder (4 Waben Selbstwender von CFM) über das Internet erstanden. Das ist schon echt angenehmer, als eine Zweiwabenhandschleuder.
Unmittelbar nach der
Ernte erfolgte bei den drei Wirtschaftsvölkern (darf man die eigentlich nach so einer mickrigen Ernte so nennen?) die erste Ameisensäurebehandlung im Liebigdispenser. 100 ml in drei Tagen. Die gefallenen
Varronen habe ich nicht gezählt, da eine zweite Behandlung auf jeden Fall erfolgen wird.
Juni 2010
Mein erster Schwarm
Die Rückvereinigung des Zwischenbodenablegers bei Volk 3 verlief nicht so wie geplant. Statt die Schwarmstimmung zu beenden wurde
diese nur verzögert. Das Resultat.
Ein wunderschöner Schwarm am 10. Juni. Dieser wurde dann von mir in einen Hobbock (40 Liter Eimer) eingeschlagen und mit einem
Absperrgitter so gesichert, dass zwar die Bienen hinein aber die Königin nicht mehr heraus konnte.
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Nachdem die Bienen sich gesammelt hatten und nochmals reichlich mit Wasser besprüht wurden, schlug ich den Schwarm in eine neue leere
Beute ein. Der Aufbau: Hoher Gitterboden, Leerzarge, Zarge mit 10 Mittelwänden und Deckel. Komischerweise blieben die meisten Bienen unter dem Boden die Nacht über draußen. Ich war ratlos. Mein Verdacht
ich hatte die Königin beim Einschlagen verletzt oder getötet. Also hängte ich einen Tag später eine Brutwabe aus einem anderen Volk in den
Scharm und fegte die noch außen anhängenden Bienen in die Beute. Die Leerzarge entfernte ich dann.
Resultat am Ende des Monats. Der Schwarm (jetzt Volk 10) hat eine neue
Königin nachgezogen und diese befindet sich auch in Eiablage. Die Beute ist auf zwei Zargen mit 20 Rähmchen ausgebaut.
Die anderen Ableger entwickeln sich bis auf Volk 5 weiterhin prächtig. Bei
Volk 5 ist auch die zweite Königin nicht in Eiablage gegangen, so dass ich Mitte Juni nochmals eine Brutwabe einhängen musste. Diesen Ableger
werde ich mit Brutwaben aus den anderen Völkern weiter erweitern, damit es dort nicht zu einer zu starken Schwächung kommt.
Die Ableger werden von mir wöchentlich kontrolliert und bei Bedarf
gefüttert. Hierfür verwende ich Zuckerwasser im Verhältnis 3:2. Wobei Einzarger 1Liter und Zweizarger 2 Liter pro Woche erhalten. Außer die Futtermengen in der Beute sind sehr groß.
Das Resultat bei allen Völkern Ende Juni. Alle Völker haben jetzt eine neue Königin aus diesem Jahr. Das hatte ich ja sowieso vor, allerdings nicht auf solchen (Um-)Wegen.
Dadurch, dass meine drei Wirtschaftsvölker alle kurzfristig weisellos waren ist auch die Honigproduktion erheblich zurückgegangen. Es war /
ist sowieso ein schwieriges Imkerjahr, es kommt halt alles auf einmal. Im Juli werde ich Sommerhonig ernten können. Allerdings ist die Menge
doch erheblich reduziert. Der zweite Honigraum wurde bis Ende Juni von keinem Volk angenommen. Lediglich im ersten Honigraum befindet sich
etwas Eintrag und natürlich sind die zweiten Bruträume verhonigt. Da ja keine Königin zum Eier legen da war fanden die Bienen dort Platz für
Ihren Honig. Ich hoffe es wird noch ein Teil in den Honigraum hoch gepackt, denn aus dem Brutraum wird bei mir keine Wabe zum Schleudern verwendet.
Der erste Honig
25 kg Honig konnte ich aus meinen drei Völkern ernten. Nach schleudern
und filtern über ein 0,2mm Spitzsieb wurde der Honig in einen Hobbock gefüllt. Damit der Honig eine schön cremige Konsistenz erhält muss er
gerührt werden. Dafür habe ich einen Rührpropeller mit zwei gegenläufigen Rührflügeln. Zum Rühren verwende ich einen sehr guten Akkuschrauber mit 18V. Der Honig wurde von mit zweimal täglich
(morgens, abends) jeweils für 3 Minuten gerührt. Am 4 Tag bekam der Honig einen perlmutartigen Glanz. Die Abfüllung in Gläser erfolgte unmittelbar. Nach zwei weiteren Wochen war der Honig im Glas
vollständig durchgehärtet. Mit einer unglaublich feinen Kristallstruktur. Richtig lecker.
Mai 2010
Wonnemonat Mai – Schwarmverhinderung geglückt Frühlingsgefühle auch bei den Bienen. Sie wollen sich vermehren und
treffen Schwarmvorbereitungen. Zumindest bei den Völkern 1 und 3. Dort konnte ich vermehrt Schwarmzellen finden und die Bauaktivitäten lassen
merklich nach. Daher habe ich bei beiden Völkern einen Zwischenbodenableger erstellt. Hierfür wird der Honigraum von oben ganz nach unten gestellt und eine Brutwabe mit junger Brut wird
zwischen die Honigwaben gesetzt. Die Zarge habe ich dann mit einem Deckel verschlossen. Darauf mit neuem Boden die beiden Bruträume.
Obwohl das neue Flugloch nur 30 cm über dem Alten liegt, sorgte diese Aktion für den Verlust aller Flugbienen im Bienenstock. Denn die
Flugbienen flogen oben aus und unten wieder ein. Wegen der fehlenden Bienen erlösch der Schwarmtrieb innerhalb weniger Tage. Es wurden
keine Weiselbecher mehr bestiftet. Die Trennung der Völker ist nur für 10 Tage vorgesehen, dann erfolgt die Rückvereinigung. In dieser Zeit
sammelt der untere Ableger weiterhin etwas Nektar ein. Lediglich nach 7 Tagen muss die Brutwabe von Nachschaffungszellen befreit und gegen
eine neue Brutwabe mit junger Brut ausgetauscht werden, damit dort keine Königin schlüpfen kann Da in den darüberliegenden Völkern im
Laufe der Zeit auch Sammelbienen entstehen und diese auch Nektar eintragen, habe ich dort nach zwei Tagen jeweils einen Honigraum mit
Mittelwänden und zwei mit Honig gefüllte Waben über dem Absperrgitter eingehängt.
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Ablegerbildung und Königinnenzucht
Der Sammelbrutableger hat sich wie erwartet entwickelt. Etwas Nektar
wurde eingetragen. Es wurden von den 9 Königinnenlarven allerdings nur 4 angenommen. Vielleicht waren zu wenige Pflegebienen da, ich hatte ja
keine vollständigen Brutbretter entnommen oder ich habe beim Umlarven die Larven möglicherweise beschädigt. Das Umlogieren und Aufteilen in Ableger mit je einer Königin verlief nicht
wie erhofft. Da die Bienen am gleichen Standort bleiben flogen die meisten zurück in den Sammelbrutableger. Obwohl ich die im Internet
empfohlene Methode des Neueinfliegens unter zu Hilfenahme von Koniferenästen vor dem Flugloch durchführte. Die Bienen flogen sich zwar
an der neuen Beute ein, kehrten dann aber nicht zurück. Nur ein geringer Teil blieb in den neuen Beuten zurück. Die Verstärkung durch Brutbretter
und Bienen aus den Wirtschaftsvölkern, bringt hoffentlich den erhofften Aufschwung. Die Ableger haben für die nächste Zeit genug Futter. Erst
wenn die neue Königin in Eiablage geht, wird mit Zucker zugefüttert. Dies verhindert hoffentlich entstehende Räuberei.
Zurzeit habe ich sechs Ableger erstellt. 4 haben eine Königin und 2 sind Brutwabenableger. Diese ziehen ihre Königin selber aus junger Brut nach.
Königinverluste Das Entsetzen war groß, als ich eine Königin (rot markiert) vor dem
ehemaligen Sammelbrutableger fand. Diese konnte eigentlich nur aus Volk1 stammen. Nach kurzer durchsicht des oberen Brutraumes und der
Festestellung, dass keine Stifte dort mehr vorhanden sind, allerdings Nachschaffungszellen, gab ich die Königin wieder zurück in die Beute. Am nächsten Tag lag dies dann tot vor der Beute.
Bei Volk 2 konnte ich ein paar Tage später massive Scharmvorbereitungen erkennen. Auch hier entschloss ich mich einen Zwischenbodenableger zu erstellen. Allerdings fand ich im oberen Volk
einige Tage später keine Königin mehr. Entweder war diese mit einem Teil des Volkes abgeschwärmt oder ich hatte sie bei der Kontrolle getötet
. Eine Zurückvereinigung der beiden Völker erfolgte unmittelbar. Eine Schwarmzelle lies ich stehen. Somit sind zwei meiner Wirtschaftsvölker im Mai weisellos. Nicht gut für
eine gute Sommerernte.
Meine erste Honigernte
Am 31.Mai war es endlich soweit. Ich konnte meinen ersten eigenen Honig verkosten.
Morgens um 7:00 Uhr. Noch recht kühl. Alle Bienen zu Hause. Viel Rauch kann wegen des Honigs nicht eingesetzt werden, daher sind die Bienen
besonders gereizt. Trotz Vollschutz hatte ich am Ende zwei weitere Stiche. Dichte Kleidung ist eben nicht immer dicht. Obwohl die meisten
Honigwaben nicht verdeckelt waren, musste der Honig jetzt raus. Die ersten Sommerblüten stehen jetzt als Tracht vor der Tür. Da ich in erster
Linie Raps im Honigraum habe und dieser in sehr kurzer Zeit sehr hart wird muss er einfach raus. Ich habe keine Wahl. Die Bienen habe ich mit dem Abkehrbesen von den Waben befreit. Eine
Bienenflucht die zwischen Honig- und Brutraum gelegt wird, funktioniert nur, wenn eine Königin vorhanden ist. Da zwei meiner Völker zurzeit
ohne Königin sind, habe ich alle abgefegt. Nächste Honigernte nur mit Bienenflucht. Die Bienen sind beim Abfegen am Morgen einfach schlecht drauf. Richtig schlecht drauf.
Von einem Imkerkollegen konnte ich mir seine Zweitschleuder leihen (Zweiwaben, Handkurbel). Danke Willi. Der Schleuderraum wurde mit
einem elektrischen Heizer auf 26 °C aufgeheizt. In Verbindung mit einer Handkurbel beim Schleudern – ein heißer Tag.
Am Ende des Tages konnten auf der Habenseite 25 kg Honig und zwei Stiche vermerkt werden.
April 2010
April, April der macht was er will. Die Bienen übrigens auch.
Alles fing so gut an. Das Aufsetzen der Honigräume am 6 April. Im nachhinein betrachtet eigentlich schon zu spät. Da zu diesem Zeitpunkt
die Bienen ersten Nektar im oberen Brutraum. Die Erweiterung der Honigräume erfolgte nur mit Mittelwänden. Ich habe ja noch keine
ausgebauten Leerwaben. Das Zwischensetzen des Absperrgitters, damit die Königinnen nicht im Honigraum legen kann, war zu diesem Zeitpunkt wohl auch nicht optimal.
Die Bienen wollten den Honigraum nicht aufsuchen, wenn dort keine ausgebauten Waben vorhanden sind und sich dabei noch durch ein
Absperrgitter drücken müssen durch das sie gerade noch so durch passen. Das Resultat Mitte-Ende April. Nur wenige Bienen in den aufgesetzten
Honigräumen. Die Mittelwände dort wurden nicht ausgebaut. Stattdessen verhonigen die Brutnester bei Volk 1 und 3 völlig. Da ein Rapsfeld in
unmittelbarer Nähe liegt, herrscht auch eine ordentliche Tracht. Volk 2 hat den Winter ja schwächer ausgewintert der Zeitpunkt des Aufsetzens der Honigräume passte zur Volksstärke.
Das Resultat: Volk 2 hat zurzeit die meisten Bienen. Frühjahrshonig ade. Am 24 April entfernte ich alle Absperrgitter aus den Völkern damit diese
den Honigraum „entdecken“. Bei Volk 2 und 3 gelang dies auch sehr gut. Zwei Tage später konnte ich die Gitter dort wieder einsetzen. Der Ausbau
der Mittelwände ging dort sehr schnell. Erster Nektar wurde bereits eingetragen. Bei Volk 1 gehen weiterhin nur wenige Bienen nach oben. Der Ausbau ist nur schleppend.
Bilden eines Sammelbrutablegers am 1 Mai. Um neue Völker zu erschaffen wird ein Sammelbrutableger erstellt. Dieses erfolgte durch Entnahme von Brutwaben aus den Völkern. In
diesem Brutableger werde ich im Mai die Königinnennachzucht beginnen. Aus jedem Volk habe ich zwei Brutwaben entnommen. So konnte ich auch
größere Mengen an Nektar aus den oberen Brutnestern der betroffenen Völker entnehmen. Der frei gewordene Raum wird in der Mitte der Zarge
mit Mittelwänden aufgefüllt. Neuer Platz für neue Bienenbrut. Bei Volk 1 ist der Brutraum so verhonigt, das die Menge an Bienen
deutlich zurückgegangen ist. Hier habe ich zusätzlich eine seitliche Futterwabe entnommen und im Honigraum mittig platziert. Ich hoffe dies reicht.
Bei Volk 3 konnte ich eine Schwarmzelle entdecken. Vielleicht reichen die durchgeführten Maßnahmen aus. Wahrscheinlich aber nicht. Dann
bekomme ich dieses Jahr vielleicht meinen ersten Schwarm. Ich denke es wird nicht mein Letzter als Imker sein.
Frühlingserwachen 2010
Der Frühling ist da. Endlich! Die ersten sonnigen Tage im Januar und Februar nutzen die Völker
bereits um Reinigungsflüge durchzuführen. Volk 2 wies letztes Jahr die höchste Varroabelastung auf. Es herrschte bei diesem Volk die größte
Flugaktivität im Winter. Viele Winterbienen flogen ab. Das Volk gehört jetzt zu den Schwächsten. Da das Volk aber eine neue Königin bekommen hatte holt es vielleicht noch auf.
Ende März war erstmals richtig schönes Wetter. Die warmen Tage veranlassten die Bienen bereits ordentlich Pollen und Nektar von den
Weiden der Umgebung zusammeln. Die Mäusegitter waren bis zu diesem Zeitpunkt noch vor den Fluglöchern. Da die kalten Nächte nun vorbei sind
entfernte ich die Gitter und führte einen kurzen Futtercheck (Blick durch die Folie) der obersten Waben durch. Futtermenge ausreichend. Alle Völker sind noch am Leben.
Das wiegen der Völker zeigte nur geringe Gewichtsverluste zur Dezemberwiegung.
06. April: Jetzt ist es richtig warm. Zumindest vorerst. Die Kirschblüte wird nicht
mehr lange auf sich warten lassen. Daher habe ich beschlossen die Erweiterung der Honigräume jetzt schon durchzuführen, besonders da die
Bienen erste Nektarmengen eintragen. Gleichzeitig führte ich die Kontrolle auf Weiselrichtigkeit durch. Die noch untergeschobenen
Varroaschiede wurden entfernt und beurteilt. Bei allen Völkern rege Bautätigkeit und nur bei Volk 2 tote zwei Varronen gefunden. Leider
waren auch Ameisen vorhanden, sodass keine Aussage über die Befallsstärke getroffen werden kann.
In alle Völker befindet sich in der oberen Zarge verdeckelte Brut. Bei Volk
1 und 2 habe ich die Königin gesehen. Wobei Volk 1 wieder einmal das Stärkste mit 5 Waben Brut in der oberen Zarge ist. Bei Volk 2 sind es nur
zwei Waben und bei Volk 3 vier Waben Brut in der oberen Zarge, die unter Zarge bleibt unberührt. Futter ist in allen Völkern noch dicke vorhanden.
Also, überschüssige Futterwaben raus. Es wurden aus Volk 1 zwei, aus Volk 2 zwei und aus Volk 3 eine Futterwabe entfernt. Dabei habe ich
darauf geachtet, dass ausreichend Futter in den Völker verbleibt. Nur bei einer längeren Schlechtwetterperiode könnte es eng werden.
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Hier ist zu sehen, dass im unteren Bereich erste Drohenbrut angelegt wurde. Der Bedarf nach einem Drohenbaurahmen ist also schon da.
Jedes Volk erhielt somit einen Baurahmen für die Drohenbrut mit Wachsanfangsstreifen. Weitere Lücken durch die Entnahme von Futterrähmchen wurden durch Mittelwände ergänzt. Absperrgitter
zwischen gelegt und die Honigräume, die jetzt im ersten Jahr natürlich aus Mittelwänden bestehen, aufgesetzt. Jedes Volk erhielt auch eine
neue Folie. Die alten Folien waren z.T. erheblich mit Propolis verschmiert. Ein schneller Blick unter den Deckel war so nicht mehr möglich.
Abends nach Beendigung des Bienenfluges sollten die Pollenfallen angebracht werden, allerdings lag der Winterbienentotenfall noch immer
auf dem Gitterboden. Nachdem ich die Beuten nach vorne gekippt hatte konnte ich mit ein paar Tritten unter die Beute einen Großteil der toten
Bienen aus dem Flugloch schütten. Die Reste versuchte ich mit dem Abkehrbesen rauszuziehen. Eine Tätigkeit bei der man schnell arbeiten
und noch schneller laufen muss. Den Wächterbienen gefiel dies überhaupt nicht. Nachdem sich die Lage beruhigt hatte konnte ich die
Pollenfallen vor die Fluglöcher stellen. Allerdings noch ohne den Lochstreifen der kommt erst später, wenn genug Pollen in der Umgebung
vorhanden ist. Somit haben die Bienen weiterhin einen offenen Zugang. Nächstes Jahr entferne ich den Totenfall früher, bei weniger Bienenaktivität.
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Bild: Sogenannte “Pollenfallen”
Winter
Der Winter ist nun eingekehrt. Auch bei den Bienen. Da die Bienen
keinen Winterschlaf, sondern eine Winterruhe halten, sind sie auch bei eisigen Temperaturen in ihrer Beute aktiv. Sie erzeugen ihre eigene
Wärme und verbrauchen dabei einen Teil des im Herbst eingefütterten Futtersirups. Als letzte Tat des letzten Jahres stand die
Oxalsäurebehandlung auf dem Programm. Sie dient der Bekämpfung der Varroa und ermöglicht den Bienen zum Frühjahr einen relativ geringen
Varroabefallsgrad. Für diese Behandlung ist allerdings Brutfreiheit notwendig, da nur die Varronen die auf den Bienen sitzen abgetötet
werden. Die Brutfreiheit beginnt meistens drei Wochen nach einsetzten der ersten Nachtfröste. Meine Behandlung führte ich am 23.12.09 aus.
Dafür wurden die Beuten bei 0°C Außentemperatur geöffnet. Die Bienen hatten sich bereits in der typischen Wintertraube gesammelt und wurden
von mir mit Oxalsäurelösung beträufelt. Die Zählung der besetzten Wabengassen, sowie die Wiegung der Beuten, schlossen die
Winterbehandlung ab. Das Unterschieben des Varroaschiedes, sowie das Zählen der gefallenen Varronen innerhalb der nächsten zwei Wochen, beenden mein erstes Bienenjahr.
Die Ergebnisse der Behandlung: Volk 1: 6 besetzte Wabengassen, 50ml Oxalsäurelsg., Gewicht 36kg, 10
gefallene Varronen Volk 2: 4 besetzte Wabengassen, 40ml Oxalsäurelsg., Gewicht 39kg, 96 gefallene Varronen Volk 3: 5 besetzte Wabengassen, 45ml Oxalsäurelsg., Gewicht 41kg, 18
gefallene Varronen
September / Oktober 2009
Der September steht im Zeichen der Varroa. Zunächst habe ich Ende
August Anfang September den natürlichen Fall an Varronen festgestellt. Dieser lag bei allen Völkern bei über 10 Varronen pro Tag. Daher ist
dringender Handlungsbedarf erforderlich. Die Behandlung erfolgte mit Ameisensäure und dem Liebigdispenser. Die erste Ameisensäurebehandlung habe ich als Kurzzeitbehandlung mit 100ml und
drei Tagen Dauer angesetzt.
Anzahl gefallener Varronen vor der ersten Behandlung: Volk 1: 12 Stück pro Tag *150 (laut Literatur) = vorhandene Varronen 1800 St.
Volk 2: 11 Stück pro Tag *150 (laut Literatur) = vorhandene Varronen 1650 St. Volk 3: 14 Stück pro Tag *150 (laut Literatur) = vorhandene Varronen 2100 St.
Innerhalb von 14 Tagen nach Behandlungsbeginn fielen: Volk 1: 537 St. Volk 2: 589 St. Volk 3: 860 St.
Dies war nicht ausreichend. Daher wurde sofort wieder eine neue
Behandlung angesetzt. Dazu ermittelte ich die Anzahl der natürlich fallenden Varronen. Um dann eine Behandlung mit 200ml Ameisensäure
durchzuführen. Diese Behandlung wollte ich für 10 Tage aufrecht erhalten. Leider musste ich aber nach 8 Tagen abbrechen, weil es zu erheblichen
Jungbienenverlusten bei Volk 1 kam. Als auch Jungbienen bei Volk 2 zu Grunde gingen entschloss ich mich nach 8 Tagen die Behandlung abzubrechen. (Bild unten: Jungbienenverluste)
Die 200 ml waren eh fast aufgebraucht. Die Verdunstungsmenge lag bei allen Völkern täglich zwischen 20 und 30 ml, so wie gefordert. Ich schätze durch die hohen
Tagestemperaturen z.T. >25°C kam es zu den hohen Verlusten. Nächstes Jahr wird die Verdunstungsfläche verkleinert.

Anzahl gefallener Varronen vor der zweiten Behandlung:
Volk 1: 3 Stück pro Tag *150 (laut Literatur) = vorhandene Varronen 450 St. Volk 2: 7 Stück pro Tag *150 (laut Literatur) = vorhandene Varronen 1050 St.
Volk 3: 9 Stück pro Tag *150 (laut Literatur) = vorhandene Varronen 1350 St.
Innerhalb von 14 Tagen nach dem zweiten Behandlungsbeginn fielen: Volk 1: 323 St. Volk 2: 1621 St.
Volk 3: 719 St.
Summe an aller gefallenen Varronen aus beiden Behandlungen: Volk 1: 860 St. Volk 2: 2210 St. Volk 3: 1579 St.
Das Entscheidende ist aber nicht wie viele Varronen gefallen sind, sondern wie viele nach der Behandlung natürlicher Weise noch fallen,
also wie viele noch im Volk sind. Es sollten nicht mehr als 0,5 Varronen pro Tag sein. Diesen Wert erreiche ich leider nicht. Ich werde auf jeden
Fall in der Brut freien Zeit eine Oxalsäurebehandlung durchführen und hoffen, dass die Winterbienen nicht zu stark geschädigt wurden. Für eine
weitere Ameisensäurebehandlung ist es jetzt zu kalt (Temp. < 15°C).
Die Einfütterung: Während der ersten Ameisensäurebehandlung habe ich meine Völker
aufgefüttert. Dazu verwende ich die für die Behandlung aufgesetzte Zarge und eine Kunststoffbox die genau hineinpasst. Diese fasst 20 Liter
. Aufgefüttert habe ich mit Futtersirup HF 1575. Dieser wird aus Weizen hergestellt. Jedes Volk hat 14 kg dieses Sirups erhalten. Die gesamte
Menge wurde innerhalb einer Woche von den Bienen aufgenommen. Damit die Bienen nicht im Sirup ertrinken habe ich die Oberfläche mit
einem passend zugeschnitten Stück Noppenfolie abgedeckt. Es funktioniert prima. Keine Biene ist ertrunken. Die Noppen sollten nach
unten zeigen, damit die Bienen auch den letzten Rest herausholen können. Dadurch das die Bienen bereits durch das Einfüttern mit
Zuckerwasser über die letzten Monate und den Eintrag von Nektar aus der Umgebung eine gewisse Menge an Futter eingelagert haben sollten
die 14 kg ausreichend sein. Die Wägung der Beuten Anfang Oktober ergab folgende Gewichte: Volk 1 : 38kg Volk 2 : 39kg Volk 3 : 41 kg
Bei der letzten Völkerdurchsicht für dieses Jahr Anfang Oktober habe ich bei allen Völkern die Königinnen gesehen. Es gab noch Brut. Die
Brutnester sind der Jahreszeit entsprechend klein. Es gibt also noch Hoffnung.
Die Mäusegitter aus 6,3 mm Drahtgefecht habe ich Anfang Oktober vor
den ersten kalten Nächten angebracht. Der Schaumstoff bleibt solange noch Räubereigefahr besteht noch drinnen. Allerdings habe ich das
Flugloch auf 8 cm erweitert. Das Bodenschied für die Varroakontrolle bleibt draußen, damit die kalten Nächte die Königin veranlassen aus der Brut zu gehen.
August 2009
Die Futterzugaben im August konnten etwas verringert werden. Da sich
die Völker weiterhin vergrößern, sorgen sie bereits selber für einen Futterstrom aus der Läppertracht der Umgebung. Dies reicht natürlich
nicht für den Winter, aber für das aktuelle Brutgeschäft schon. Meine bisher wöchentlich durchgeführten Völkerbeurteilungen haben mir bereits
ein gewisses Gefühl für die Bienen vermittelt. Hinzu kommen die Fluglochbeobachtungen und das regelmäßige Abhören der Völker. Dazu
drücke ich ein Ohr an eine Zargenwand und lausche dem Bienenbrummen. Je leiser dieses ist desto ruhiger sind die Bienen.
Im August habe ich lediglich 4 Futtergaben mit Tetrapacks je Volk durchgeführt. Als besondere Tracht möchte ich hier die Birnen in meinem
Garten nennen. Die Bienen machen seit die Birnen als Fallobst fallen über den süßen Saft her. Ich schätze es sind 500 Bienen die sich den
ganzen Tag an den Birnen vergnügen. Dabei hoffe ich nur, dass der hohe Nährstoffgehalt im Birnensaft keine Überwinterungsprobleme auslöst. Die Nosematose lässt grüßen.
 Meine erste Kontrolle der Varronen habe ich Anfang August für drei Tage
durchgeführt. Die Anzahl der gefallenen Varronen liegt mit knapp unter fünf pro Tag im Grenzbereich. Da die Völker aber sehr ordentlich
gewachsen sind, hoffe ich dass es noch passt. Ich verschiebe die erste Behandlung in den September. Da mich, wie bereits berichtet, eine Biene von Volk 2 genau zwischen die
Augen gestochen hat und dieses Volk immer dazu neigt das Brutnest zu verhonigen, habe ich mich entschlossen umzuweiseln. Ok Anfänger im
dritten Monat und Königin austauschen. Naja es geht. Keine Angst. Zunächst habe ich die neue Königin mit den Begleitbienen aus dem
Transportkäfig im Wohnzimmer freigelassen. Dann die Königin (die viel zu dick zum Fliegen ist) in einen Iltiszusätzkäfig gesetzt und die
Begleitbienen aus dem offen Fenster gescheucht. Am Bienenstand war an dem Tag großes Einfliegen. Tausende Bienen in der Luft. Und während
ich die alte Königin suchte und in der unteren Zarge auch fand, dachte ich nur „ich klau denen jetzt ihre Königin, hoffentlich merken die nix“. Ich
hatte Glück, bzw. keinen neuen Stich. Die alte Königin konnte ich nur an den Flügeln packen, das ging aber auch. Sie wurde ebenfalls in einen
Iltiszusetzkäfig gesteckt. Die beiden Königinnen habe ich dann für 24 Stunden nebeneinander in die mittlere Wabengasse der oberen Zarge
gehängt. Nach 24 Stunden den Käfig mit der Alten (Tipp: vorher die Käfige kennzeichnen) rausgenommen und weitere 12 Stunden gewartet.
Erst dann den Futterteigverschluß rein. Nach drei weiteren Stunden war die Königin bereits befreit. Den Käfig konnte ich dann schon wieder
entnehmen und die Wabengassen zusammenschieben. Am nächsten Tag war das Brummen des Volkes bereits wieder auf „Normalniveau“. 7 Tage
habe ich gewartet, bevor ich die Beute zur Kontrolle wieder geöffnet habe. Die neue Königin habe ich nicht gefunden, wohl aber bestiftete Zellen. Das reicht.
Juli 2009
Meinem großen Ableger habe ich eine Wabe verdeckelte Brut entnommen
und diese dem kleinen Ableger (ohne ansitzende Bienen) zugegeben. Dadurch sollte der „Kleine“ jetzt etwas stärker zulegen. Dies hat im Nachhinein auch gut geklappt.
Bei Volk 3 entnehme ich alle drei Tage zwei ausgebaute Mittelwände und gebe sie den andern Völkern. Dabei hat die Königin natürlich nicht
gepennt und schön die neuen Mittelwände bestiftet. Der Versuch ein Absperrgitter zwischen die erste und zweite Zarge zu packen hat nicht
gefruchtet. Die Bienen gehen nicht nach oben zum Bauen. Also Gitter wieder raus. Die anderen Völker werden es wohl auch ohne ausgebaute Mittelwände schon schaffen.
Der kleine Ableger neigt immer noch zum verhonigen des Brutnestes. Daher ist beim Füttern besonderes Fingerspitzengefühl notwendig.
Im Juli habe auf die beiden anderen Völker auch endlich die zweite Zargen setzten dürfen.. Regelmäßige Futtergaben sorgen für ein stetiges
Ausbauen und Wachsen des Brutnestes. Ich füttere im Juli so alle zwei drei Tage jeweils einen Tetrapack voll (ca. 900ml) Zuckerwasser 1:1.
Mit wachsender Bienenanzahl steigt auch deren Appetit. Während zu Beginn die Völker ca. 1 ½ Tage benötigten um einen Tetrapack zu leeren,
schaffen sie diesen bis Ende Juli schon innerhalb einer Nacht. Generell sollte beim Zufüttern darauf geachtet werden, das nur bei beginnender
Dämmerung aufgefüttert wird. Damit die Bienen nicht in der Umgebung und damit in benachbarter Völker einfallen und die Räuberei beginnt.
Auch sind nachts mögliche Räuber aus anderen Völkern nicht unterwegs. Das „Kleinhalten“ des Flugloches sollte bei Ablegern immer beachtet
werden. Bei mir sind die Fluglöcher mit Schaumstoff auf „Bienenbreite“ eingeengt. Ende Juli darf das Flugloch dann auf zwei Bienenbreiten erweitert werden.
Ohne Rauch an die Bienen. Dies war, ist und bleibt eine schlechte Idee. Nur mal kurz reinschauen ob alles in Ordnung ist. Und schon hatte ich
den ersten Stich im Gesicht. Dieses schwoll am nächsten Tag erst richtig an. Aber nach 4 Tagen war alles wieder gut. Die Bienen von Volk 2 sind dann wohl doch nicht so brav.
Die Völker sind jetzt Ende Juli auf die folgende Größe angewachsen: Volk 1: 8 Waben Brut (vier oben und vier unten) Volk 2: 5 Waben Brut (zwei oben und drei unten)
Volk 3: 9 Waben Brut (vier oben und fünf unten)
Was geschah im Juli 2009?
Meinem großen Ableger habe ich eine Wabe verdeckelte Brut entnommen
und diese dem kleinen Ableger (ohne ansitzende Bienen) zugegeben. Dadurch sollte der „Kleine“ jetzt etwas stärker zulegen. Dies hat im Nachhinein auch gut geklappt.
Bei Volk 3 entnehme ich alle drei Tage zwei ausgebaute Mittelwände und gebe sie den andern Völkern. Dabei hat die Königin natürlich nicht
gepennt und schön die neuen Mittelwände bestiftet. Der Versuch ein Absperrgitter zwischen die erste und zweite Zarge zu packen hat nicht
gefruchtet. Die Bienen gehen nicht nach oben zum Bauen. Also Gitter wieder raus. Die anderen Völker werden es wohl auch ohne ausgebaute Mittelwände schon schaffen.
Der kleine Ableger neigt immer noch zum verhonigen des Brutnestes. Daher ist beim Füttern besonderes Fingerspitzengefühl notwendig.
Im Juli habe auf die beiden anderen Völker auch endlich die zweite Zargen setzten dürfen.. Regelmäßige Futtergaben sorgen für ein stetiges
Ausbauen und Wachsen des Brutnestes. Ich füttere im Juli so alle zwei drei Tage jeweils einen Tetrapack voll (ca. 900ml) Zuckerwasser 1:1.
Mit wachsender Bienenanzahl steigt auch deren Appetit. Während zu Beginn die Völker ca. 1 ½ Tage benötigten um einen Tetrapack zu leeren,
schaffen sie diesen bis Ende Juli schon innerhalb einer Nacht. Generell sollte beim Zufüttern darauf geachtet werden, das nur bei beginnender
Dämmerung aufgefüttert wird. Damit die Bienen nicht in der Umgebung und damit in benachbarter Völker einfallen und die Räuberei beginnt.
Auch sind nachts mögliche Räuber aus anderen Völkern nicht unterwegs. Das „Kleinhalten“ des Flugloches sollte bei Ablegern immer beachtet
werden. Bei mir sind die Fluglöcher mit Schaumstoff auf „Bienenbreite“ eingeengt. Ende Juli darf das Flugloch dann auf zwei Bienenbreiten erweitert werden.
Ohne Rauch an die Bienen. Dies war, ist und bleibt eine schlechte Idee. Nur mal kurz reinschauen ob alles in Ordnung ist. Und schon hatte ich
den ersten Stich im Gesicht. Dieses schwoll am nächsten Tag erst richtig an. Aber nach 4 Tagen war alles wieder gut. Die Bienen von Volk 2 sind dann wohl doch nicht so brav.
Die Völker sind jetzt Ende Juli auf die folgende Größe angewachsen: Volk 1: 8 Waben Brut (vier oben und vier unten) Volk 2: 5 Waben Brut (zwei oben und drei unten)
Volk 3: 9 Waben Brut (vier oben und fünf unten)
Es folgt der zweite Bericht für den Juni 2009:
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Meine drei Völker wachsen weiter. Bei meinem großen Ableger rockt es
richtig gut. Hier konnte ich schon Ende Juni die zweite Zarge aufsetzen. Und die bauen dort wie verrückt. Daher hatte ich einige ausgebaute
Mittelwände entnommen und diese den anderen beiden Völkern gegeben, damit es dort etwas zügiger losgeht. Auch habe ich eine verdeckelte
Brutwabe aus dem „dicken“ Volk entnommen, von Bienen befreit und dem kleinen Ableger zugegeben. Die Brutnester sind nicht verhonigt, obwohl die Bienen ordentlich Futter
eingelagert haben. Dennoch füttere ich stetig weiter. Was drin ist, ist drin. Das fördert den Bautrieb und ich muss für den Winter ja eh
einfüttern. Die Lindenblüte im Juni sorgte dafür, dass die Bienen ordentlich Nektar und vor allem Pollen reinholten. Ich habe jetzt begonnen einmal die Woche (nach Möglichkeit immer
Montags) einen Völkercheck durchzuführen. Dabei versuche ich mit Hilfe von Stockkarten den Wabensitz, den Sanftmut, die Brutstärke usw. zu
beurteilen. Irgendwann muss ich ja damit beginnen. Warum dann nicht jetzt. Mit ein bisschen Übung wird das schon. Das trägt auch mit dazu
bei ein Gefühl für die Bienen zu entwickeln. Ich habe schließlich später nicht vor die Bienen wöchentlich auseinander zu rupfen. Höchstens zur Schwarmkontrolle im Frühling.
Vor meinen Beuten liegen immer wieder tote Wespen und Hummel. Die versuchen ihr Glück mit Räuberei. Obwohl die Fluglöcher sehr eng
(Bleistiftbreite) gehalten sind, kommen wohl immer wieder welche rein. Aber so ein paar Räuber sind wohl kein Problem, so lange nicht größere Schwadronen antreten.
Auf diesem Foto sieht man sehr schön die Eier, die die Königin in die Waben gelegt hat (Stifte, sagt der Imker dazu):
Hier nun ein Foto mit jungen Larven (Rundmaden).

Nachher strecken sich die Bienenlarven und verpuppen sich. Die Zelle wird verschlossen:

Der erste Bericht von Karsten Toppka aus dem Juni 2009
Jetzt ist es endlich soweit. ICH HABE BIENEN.
Die lange Zeit des Wartens hat sich gelohnt. Seit März diesen Jahres
besuche ich den Anfängerlehrgang des Bienenmuseums Duisburg. Dieser Lehrgang besteht aus 6 Terminen die über das ganze Jahr verteilt sind.
Bei jedem dieser Termine wird zeitnah das besprochen und gelehrt, was gerade bei den Bienen an Arbeit so ansteht. Zudem bin ich seit April
Mitglied im Imkerverein Dinslaken. Das Projekt „Imkern auf Probe“ läuft auch dieses Jahr sehr gut an. Es wurden dieses Jahr bereits 9 Jungimker in den Verein aufgenommen.
Aber zurück zu meinen Bienen.
Als Anfänger sollte ja man mit zwei bis drei Völkern beginnen. Ich habe
jetzt drei Völker im Garten stehen. Zunächst einen Kunstschwarm (Volk 1) der seit dem 09.06.09 meinen Garten bereichert. Und seit dem 06.06.09
zwei Ableger vom Anfängerlehrgang. Einen 2-Wabenableger (Volk 2) und einen 4-Wabenableger (Volk 3.) Im April und Mai habe ich mir bereits
alles besorgt was ein Imker so braucht. Stockmeißel, Smoker, Beuten, Futter zum Einfüttern, usw. Die Liste würde jetzt zu lang werden. Der
Platz für die Aufstellung der Bienenbeuten wurde ausgewählt und vorbereitet. Europlatten aufgestellt. Dann begann die lange Zeit des
Wartens. Keine Bienen. Alle hatten schon Bienen, so kam es mir zumindest vor. Alle außer mir. Doch diese Zeit ist jetzt vergessen. Jetzt
summt es im Garten, dass es eine wahre Freude ist. Die Essigbäume im Garten und die Linde nebenan beim Nachbar voller Bienen. Einfach schön.
Und die Bienen bringen Pollenhöschen mit nach Hause. Ein gutes Zeichen, das im Stock alles in Ordnung ist.
Beim Kunstschwarm (Volk 1) wurde Pollen bereits nach 3 Tagen,
nachdem die Königin aus dem Käfig ausgefressen wurde, eingetragen. Wenn ich das Ohr an die Beuten drücke höre ich bei allen ein beruhigendes Brummen.
Da die Völker noch keine Wirtschaftsvölker sind können die sich im
Moment noch nicht selbst ausreichend versorgen. Also muss ich zufüttern. Ich füttere Zuckerwasser 1:1 über Tetrapacks, die in die Beute neben
die Waben gestellt werden. Damit die Bienen nicht ertrinken, kommen jeweils sechs halbe Korken dazu und ein Stock stelle ich rein, damit die
Bienen leichter rausklettern können. Ich füttere soviel wie nötig (die Bienen dürfen nicht hungern, dann brüten bzw. bauen sie nicht mehr),
aber auch nicht zuviel, sonst packen sie das Zuckerwasser in die freien Wabenzellen und „verhonigen“ das Nest. Die Königin findet dann keinen
Platz mehr zum Legen und das Volk wächst auch nicht mehr. Zurzeit kontrolliere ich den Verbrauch alle zwei Tage und fülle erst wieder auf,
wenn der Tetrapack völlig leer ist. Bei den Völkern kontrolliere ich einmal die Woche die Brutwaben. Beim Kunstschwarm das erste Mal erst nach
10 Tagen nachdem die Königin mit dem Bestiften begonnen hat.
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