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Hostien werden ausschließlich aus Mehl und Wasser hergestellt, ohne Zuhilfenahme von Backtriebmitteln, wie Sauerteig, Hefe oder
Backpulver.
Die für die Eucharistie bestimmten Hostien müssen nach dem
Kirchenrecht (canon 818) aus reinem Weizenmehl unter Beimischung natürlichen Wassers hergestellt werden.
Der Grund dafür ist beim letzten Abendmahl Jesu zu suchen, der
mit seinen Jüngern das Paschamahl in der Erinnerung an den Auszug der Israeliten aus Ägypten gefeiert hat.
Daß das Brot dafür ungesäuert war, erklärt sich aus der Hast, mit
der man damals unter der Führung des Mose aus Ägypten aufgebrochen ist. Man hatte keine Zeit mehr, einen Sauerteig anzusetzen und Hefe und Backpulver gab es noch nicht.
Wenn wir Eucharistie feiern, stehen wir also in der Tradition des
alten und des neuen Bundes.
Wie Jesus feiern wir mit ungesäuertem Brot und er ist in unserer
Mitte als das für unsere Sünden geopferte Lamm. Der Begriff Hostie kommt vom lateinischen "hostia" = Schlachtopfer, Sühnopfer.
Mehl und Wasser werden in einem bestimmten Verhältnis miteinander
verrührt, bis ein homogener, dünnflüssiger Teig entsteht. Der Teig wird mit einer Kolbenpumpe angesaugt und auf die Backplatten gespritzt. Der flüssige Teig wird
durch das Schließen der Backplatten auseinander gedrückt und innerhalb von ein paar Sekunden fest.
Dabei entweicht das im Teig befindliche Wasser unter lautem Zischen und es entstehen im Teig Hohlräume, die den Teig
locker machen. Nach einer Umdrehung haben die Hostienplatten die richtige Farbe und können aus den Backplatten herausgenommen werden. Nach dem Backen
werden die Hostienplatten in Körbchen gestellt, wo sie dann abkühlen können.
Die gebackenen Platten sind sehr zerbrechlich. Um das
Bohren der Hostien zu ermöglichen, müssen die Hostienplatten befeuchtet werden. Danach werden die Hostien mit einem Edelstahlhohlbohrer aus den Platten gebohrt.
Fünfzig Hostienplatten werden dazu in einem Rahmen aufeinandergestapelt und
zusammen ausgebohrt. Die Hostien werden von Hand abgepackt.
(Wir danken der Gemeinschaft „Brot des Lebens“ für die freundliche Genehmigung,
Bilder und Texte zu verwenden.) - www.hostie.de
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