brot

„Das ist ja Eßpapier!“ sagen manche Kinder bei der Erstkommunionvorbereitung, wenn sie eine Hostie sehen. Daher ist es wichtig, daß die Kinder in der Hostie das Brot erkennen.

Oft hilft es uns dabei, wenn die Kinder erfahren, wie das Brot aussieht, das zu Jesu Zeiten gegessen wurde und das er wohl auch beim letzten Abendmahl seinen Jüngern reichte. Damals wurde Brot in dünnen Fladen auf einem heißen Blech über offenem Feuer gebacken. Diese Fladen ähneln schon eher unseren Hostien als die heute üblichen Kastenbrote vom Bäcker.

Genau gleich sind auch die Zutaten, die die Schwestern in der Hostienbäckerei verwenden, damals wie heute: Wasser und reines Weizenmehl, ohne Zusatzstoffe, ohne Hefe oder Backpulver. Mehr darüber, wie Hostien gebacken werden findet sich hier...

„Er ist gut wie Brot“, sagt man bei manchen Völkern, wenn man über einen Menschen das höchste Lob aussprechen will. Das erinnert unwillkürlich an Jesus. Als er kurz vor seinem Tod mit den Aposteln das Abendmahl hielt, faßte er sein Leben in den Zeichen von Brot und Wein zusammen. Wie es bei einem solchen Mahl üblich war, zerbrach er das Brot und verteilte es unter den Jüngern. Er gab aber diesem Brotbrechen einen ganz neuen Inhalt, indem er sagte: „Nehmt und eßt, das ist mein Leib“. Man kann sinngemäß auch sagen: "Das bin ich für euch. Wie ihr zum Überleben Brot braucht, so braucht ihr mich als geistliche Nahrung für euren Lebensweg“.

Im Orient werden auch heute wie zur Zeit Jesu die frischgebackenen zähen Brotfladen nicht geschnitten, sondem gebrochen bzw. gerissen. Jesus, der das Brot bricht, um es an die Jünger (und an uns) austeilen zu können, wird selbst im Tod zerbrochen werden, um dann in der Eucharistie unerschöpflich austeilbar zu sein. Ein altes Eucharistiegebet aus dem Jahr 100 beschreibt sehr schön, wie das Mahl Jesu die Menschen zusammenführt zu einem Leib:

„O Herr Jesus Christus, wie dieses gebrochene Brot zerstreut war auf den Bergen, zusammengebracht aber eine Einheit wurde, so bringe auch zusammen deine Gemeinde von allen Enden der Erde in dein Reich.“