die marienkirche zu lohberg
kirchenbau
kirchenraum
turm
turmhahn
turminschrift
turmuhr
glocken
portale
grundstein
kreuze
architekt
h. merl, wesel
Umbau nach
dem Konzil

Notkirc2Sicher lohnen sich zu Beginn einige Stichworte zum Entstehen unserer Kirche.

Am Ostersonntag, den 23. April 1916, wurde in der Lohnhalle der Zeche die erste Hl. Messe gefeiert. Die Lohnhalle blieb für 2 ½ Jahre die „Kirche“ der jungen Gemeinde.

Dann wurde am 27. Oktober 1918 eine Notkirche eingeweiht, geplant vom Architekten Hermann Merl aus Wesel.

Es handelte sich um eine Art große „Holzbaracke“. Vom Stil her entdeckt man sowohl gotische als auch schon moderne NotkiinnGestaltungselemente.

Bereits im Frühjahr 1914 strebt der spätere Pfarrer der Gemeinde, Albert Nienhaus den Bau einer Kirche an und legt dem Dinslakener Kirchenvorstand Pläne für eine neoromanische Kirche vor, die der selbige Architekt erstellt hatte. (Bereits vorher gab es recht detaillierte Pläne von Seiten der Gewerkschaft “Deutscher Kaiser”, dem Bauträger der Siedlung Lohberg.)

Der Ausbruch des 1. Weltkrieges vereitelte diese Pläne, die auch später nicht wieder aufgegriffen wurden.

Erst im Jahre 1929 „reiften die Pläne zum Bau eines neuen Gotteshauses“. Die Konjunktur belebte sich und die Notkirche wurde langsam baufällig.

MarienSo entstand innerhalb von 2 Jahren der äußere Bau der Kirche und bis Ende 1932 nahm auch das Innere Gestalt an.

Am 11. Dezember 1932 weihte Weihbischof Dr. Johannes Scheifes die neue Kirche.

Finanziert wurde der Kirchenbau durch Spenden der Lohberger Katholiken, aber auch durch eine Kollekte, die der Bischof durchführen ließ, da Lohberg zu den ärmsten Kirchengemeinden des Bistums gehörte.

Außerdem stand der Pastor in dieser Zeit auf 130 Kanzeln anderer Gemeinden um Spenden für die neue Kirche zu sammeln, deren Baukosten sich auf 288.000 Mark beliefen.

Die Bauzeit unserer Kirche war für die kath. Gemeinden eine schwierige Zeit. Wirtschafts- und Währungskrise, Arbeitslosigkeit, Unruhen und wilde Streiks führten auch in Lohberg zu einer Verunsicherung der Menschen.

Vielleicht hat man auch deshalb das Bild der Schutzmantelmadonna in unserer Kirche angebracht: „Laß uns darunter sicher stehn, bis alle Stürm vorübergehen.“ Oder denken Sie an das Wort auf unserem Turm: „Das Kreuz steht, solang der Erdkreis sich dreht.“ Gut, wenn einem dieser Satz vor Augen hält, was wesentlich ist. Noch eine weitere Symbolik verbirgt sich darin, die das Gebäude von St. Marien widerspiegelt. Im Inneren geschützt und geborgen sein, nach außen hin deutlich zeigen, wozu man steht.

Übrigens war St. Marien nie ein Bollwerk des Katholizismus. Kath. und ev. Christen arbeiteten in Lohberg schon lange eng zusammen, als man anderswo noch nicht wußte, was Ökumene war.