stationen der gemeindegeschichte

Im Dezember 2007 jährte sich der Tag der Kirchweihe der Marienkirche zum 75. Male.

Diesen Tag wollten wir in St. Marien nicht einfach so vorbei gehen lassen. Und er sollte Anlass sein, einen Blick in die Vergangenheit zu tun. Da lässt sich in St. Marien manches finden, das Mut für die Zukunft macht.

Die Gemeinde hat manche schwierige Situation überstanden, manchen frohen und manchen traurigen Tag erlebt.

So kam die Idee auf, nicht etwa eine Festschrift oder einen Rückblick auf die Gemeindegeschichte zu veröffentlichen (wie dies Pfr. Nienhaus schon anläßlich anderer Jubiläen getan hat), sondern anhand bedeutsamer Tage im Gemeindeleben die Geschichte exemplarisch in einer Ausstellung darzustellen.

Diese Ausstellung hing dann öffentlich einige Wochen in den Schaufenstern des Ladenlokals an der Ecke Zechenstrasse/Lohbergstrasse aus und war später auch noch in der Kirche zu sehen.

Hier gibt es nun die Gelegenheit die Ausstellungstafeln anzusehen und die Texte zu lesen.

Herzliche Einladung, die Stationen der Gemeindegeschichte mitzugehen.

ausstellung

Im Jahre 1907 bezogen die ersten Bergleute mit ihren Familien die neu errichteten Huser und Wohnungen in der entstehenden Bergarbeiterkolonie.

Seelsorglich betreut wurden sie von Oberlohberg aus, wo seit einigen Jahren mit der Herz-Jesu-Kirche ein Seelsorgsbezirk von St. Vincentius aus eingerichtet worden war. War ursprünglich schon in den ersten Plänen der Lohberger Zechensiedlung um 1910 eine Kirche vorgesehen, so fielen diese Pläne spätestens der Weltwirtschaftskrise zum Opfer. 1925 errichtete man die letzten Häuser der Siedlung.

Zu dieser Zeit behalfen sich die Lohberger Katholiken mit einer hölzernen Notkirche hinter dem Kasino. Weil in Lohberg selbst nicht viele Spenden zu erwarten waren, kümmerte sich Pastor Nienhaus um die notwendigen Mittel durch intensive Verhandlungen mit kirchlichen und weltlichen Behörden.

Schließlich bettelte er selbst auf über einhundert Kanzeln für die „ärmste Gemeinde des Bistums“.

So konnte im Jahre 1930 der erste Spatenstich getan werden und in knapp zwei Jahren entstand die Kirche auf einem Bauplatz am Rande der Siedlung.

Seit 75 Jahren prägt der markante expressionistische Kirchenbau den Dinslakener Bergarbeiterstadtteil. Wohl nur der antreibenden Kraft des Lohberger Pastors Albert Nienhaus ist es zu verdanken, dass die Gemeinde in den schwierigen 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Mut aufbrachte, einen Kirchenbau zu beginnen.

Auf Initiative des Pfarrers bekam die Lohberger Kirche den Namen St. Marien.