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s wird wohl nur wenige katholische Familien geben, die am 19. November nichts zu feiern haben. Die Hl. Elisabeth von
Thüringen gehört schließlich zu den bedeutendsten Heiligen. Entsprechend beliebt ist sie als Namenspatronin - bis heute.
Elisabeth, Tochter des ungarischen Königs wurde schon als Vierjährige mit dem damals elf
Jahre alten Thüringer Landgrafensohn Hermann verlobt und zur Erziehung durch ihre Schwiegermutter nach Thüringen geschickt. Doch Hermann starb 1216 und so wurde sein Bruder Ludwig Landgraf. Elisabeth
sollte nach Ungarn zurückgeschickt werden; aber inzwischen hatte sich Ludwig in sie verliebt. 1221 - Elisabeth war 14 Jahre alt - wurde die Hochzeit gefeiert. Sie führten eine glückliche Ehe, aus der
drei Kinder hervorgingen. Als 1225 die Franziskaner nach Eisenach kamen, war Elisabeth von ihrem Armutsideal fasziniert. Sie kümmerte sich um Bedürftige und besuchte die Armen, was die Familie ihres
Mannes sehr skeptisch beobachtete.
Zahlreiche Wunderberichte sind überliefert, wie das
bekannte Rosenwunder: Ludwig, von seiner Umgebung gegen Elisabeths angebliche Verschwendung aufgehetzt, trat seiner Frau, die mit einem brotgefüllten Deckelkorb
die Burg herab stieg, mit der Frage entgegen: "Was trägst du da?", deckte den Korb auf, sah aber nichts als Rosen. Eine andere Legende berichtet, daß sie im
Hungerjahr 1226 alles verfügbare Korn austeilen ließ. Als heftige Vorwürfe erhoben wurden - bedeckte sich plötzlich der Boden des Saales mit Korn und füllte alle
Kammern. Ihr Mann Ludwig starb 1227 auf dem Weg zum Kreuzzug in Italien. Ihr Schwager Heinrich Raspe vertrieb die Witwe mit den Kindern von der Wartburg. In Eisenach
fand sie keine Unterkunft und soll in einem Schweinestall gehaust haben. Dann fand sie beim Bischof von Bamberg, einem ihrer Onkel Aufnahme. 1229 zog Elisabeth an den
Wohnort ihres Beichtvaters, des Prämonstratensers Konrad von Magdeburg.
Elisabeth wollte nach dem Ideal des Hl. Franziskus ganz
arm sein und errichtete aus ihrem Witwenvermögen in Marburg ein Spital und arbeitete dort selbst als Pflegerin. Sie trat in die Ordensgemeinschaft der Hospitaliter ein.
Im November 1231 wurde Elisabeth schwer krank. Sie starb mit vierundzwanzig Jahren. Bereits vier Jahre nach ihrem Tod folgte die Heiligsprechung. Der Deutsche
Orden ließ daraufhin die - bis heute bestehende - Elisabethkirche errichten. Wallfahrten zu ihrem Grab
gehörten zu den berühmtesten des Mittelalters. Während der Reformation wurden die Gebeine Elisabeths aus dem Schrein entfernt und anderweitig bestattet. Bis heute weiß niemand, wo sie begraben liegt.
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