Hl. Albertus Magnus

AlbertusUnsere Nachbar- und Tochtergemeinde St. Albertus-Magnus in Hünxe -Bruckhausen ist die einzige Kirche am unteren Niederrhein, die dem großen Gelehrten Albertus Magnus geweiht ist.

Die Grundsteinurkunde beginnt mit den Worten: „Dieses festliche Ereignis geschieht zu Ehren des heiligen Bischofs und Kirchenlehrers Albertus Magnus am 16. albertOktober 1955 durch den Pastor der Mutterpfarre St. Marien in Dinslaken - Lohberg, Herrn Pfarrer Albert Nienhaus...“

Der Name des Pfarrers ist wohl ein Grund für das Patrozinium der Kirche in Bruckhausen. Aus Dankbarkeit für sein großes Engagement weihte man die Kirche seinem Namenspatron. Ein Zeichen der Verbindung beider Gemeinden, die demnächst auch für St. Marien wieder stärker zum Tragen kommt, ist das erste Fenster unserer Kirche auf der rechten Seite, direkt neben dem Eingang zur Werktagskapelle.

Dort ist Albertus Magnus im Habit seines Ordens, der Dominikaner, zu sehen. Die Bücher verweisen auf sein großes Wissen und seine zahlreichen Schriften, die AlbemadoMitra darauf, daß er Bischof von Regensburg war. Nur wer genau hinsieht entdeckt die kleine Marienfigur, ganz verborgen links im Bild.

Albert, Sohn eines schwäbisch-bayerischen Ritters studierte ab 1223 in Padua, wo er dem Dominikanerorden beitrat. Nach seinem Studium kam er nach Köln, unterrichtete aber auch in manchen anderen Städten.

AlbertusDer Heilige Thomas von Aquin war in Köln einer seiner Schüler. 1260 ernannte der Papst Albert zum Bischof von Regensburg (daher auch die Mitra, links unten im Fenster), aber schon zwei Jahre später hielt es ihn nicht mehr auf dem Bischofssitz und er zog als Prediger und Lehrer durch Deutschland. Von 1269 bis zu seinem Tod 1280 lebte und lehrte er in Köln, wo er in der St. Andreakirche begraben ist.

Sein außergewöhnliches Wissen auf den Gebieten der Theologie, Philosophie und Naturwissenschaften verband er mit altgriechischem, arabischen und jüdischem Gedankengut. Seine unzähligen Schriften wurden in 21 Bänden gesammelt (Daher die Schreibfeder und der Bücherstapel auf seinem Bildnis).

Seine für die damalige Zeit ungewöhnlichen Kenntnisse auf dem Gebiet der Botanik, Physik und Chemie brachten ihn in den Verdacht der Zauberei, so daß sich viele Sagen um seinen Namen ranken. Wohl auch daher wurde er als einer der größten Denker und Theologen der Kirche erst 650 Jahre nach seinem Tode heiliggesprochen, nämlich im Jahre 1931 duch Papst Pius XI., der ihn zugleich zum Kirchenlehrer erhob.

Bekannt war er auch als großer Marienverehrer, was Pastor Nienhaus sicherlich bewogen hat, ihn zum 2. Patron unserer Marienkirche zu wählen. Abgebildet ist er ebnfalls unter dem Mantel der Schutzmantelmadonna im Chor unserer Kirche.